5. Mai: Internat. Hebammentag
Aktuelles

 
| de | fr | kleine Schrift Normalschrift grosse Schrift Druckansicht
Site durchsuchen


Archiv "Aktuell"

Newsletter abonnieren

Archiv "Newsletter"


Aktuell

26.04.2017  Psychische Erkrankungen sind häufig und oft nicht erkannt
26.04.2017  Neue Broschüre zu den digitalen Medien
26.04.2017  Runder Tisch «Mädchenbeschneidung und Kindesschutz»
26.04.2017  Neues Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung
26.04.2017  Gesundheitsversorgung in Flüchtlingsunterkünften
26.04.2017  Elektronisches Patientendossier
26.04.2017  Sitzung des ZV: DV-Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
19.04.2017  Film «Schwangerschaftskontrolle bei der Hebamme»

 

Psychische Erkrankungen sind häufig und oft nicht erkannt

Eine epidemiologische Studie der Berner Fachhochschule zeigt, dass 16,7% der Schwangeren und Frauen nach der Geburt von psychischen Erkrankungen betroffen sind. Viele Krankheitsfälle bleiben zudem unerkannt, weil die Betroffenen die Stigmatisierung durch ihre Krankheit befürchten. Die Forschenden der Berner Fachhochschule gehen deshalb davon aus, dass die Häufigkeit psychischer Erkrankungen höher ist als die erhobenen Daten dies zeigen.
Laut der Studie wurden die Betroffenen vor allem im ambulanten Bereich behandelt. Hier scheinen Frauen eher von ihren Problemen zu berichten als im stationären Bereich. Am häufigsten wurden die Betroffenen mit Psychopharmaka behandelt. Bereits vor ihrer Schwangerschaft hatten 9,5% der Frauen psychische Probleme. Fast die Hälfte beendete die Behandlung mit Eintritt der Schwangerschaft. In dieser Zeit wäre aber eine fachliche Begleitung besonders wichtig, damit die Mutter auf die Anforderungen nach der Geburt vorbereitet ist.
Die Forschenden betonen, dass bei der Behandlung die spezifischen Bedürfnisse dieser Frauengruppe, ihrer Kinder und Familien berücksichtigt werden müssen. Denn die Heilungschancen für die meisten Erkrankungen sind gut.

Quelle: Medienmitteilung der Berner Fachhochschule vom 15. März 2017

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Neue Broschüre zu den digitalen Medien

«Digitale Medien als Spielverderber für Babys» heisst die neue bebilderte Broschüre des Vereins Spielraum-Lebensraum Grabs. Die Wurzeln des freien, selbstbestimmten Spiels der Kinder liegen bereits in der ersten Stunde nach der Geburt. Zwischen Mutter und Kind findet ein lange andauernder Blickkontakt statt. Das Kind wird gesehen, fühlt sich geliebt, willkommen und sicher. Die Mutter erlebt eine tiefe Verbindung, die ihr helfen wird, ihr Kind zu verstehen. Dieser für das ganze spätere Leben prägende Augenblick wird heute häufig durch den Griff zum Smartphone unterbrochen und gestört. Weshalb sind digitale Medien Spielverderber für Babys? Dieser Frage geht die neue Broschüre nach.
Die dauernden Unterbrechungen gehören in der Folge zum Leben der Babys von heute und vermitteln ihnen ein Grundgefühl von Verunsicherung. Eine solche Prägung stört die harmonische Entwicklung und damit auch die Spielentwicklung. Kein Wunder gibt es immer mehr Kinder, die nicht mehr von sich aus spielen können.
Die Menschen haben sich so an die Präsenz von Smartphones gewöhnt, dass sie ihre Wirkung kaum mehr hinterfragen. Alle Fachleute auf diesem Gebiet, die für die Broschüre angesprochen wurden, sind sich einig, dass während der ersten Lebensjahre alles aus der digitalen Apparatewelt nicht Annehmlichkeit und erst recht nicht Bildung, sondern ganz einfach Störung bedeutet.

Mehr Infos: Bezug der Broschüre

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Runder Tisch «Mädchenbeschneidung und Kindesschutz»

Bereits zum 13. Mal seit dessen Einführung im Jahr 2007 fand Anfang April der von Unicef Schweiz organisierte Runde Tisch zum Thema «Mädchenbeschneidung und Kindesschutz» statt. Im ersten Teil wurde eine Studie des „Dutch Centre of Expertise on Health Disparities“ vorgestellt, die sich mit der Prävalenz von Mädchenbeschneidung in Syrien beschäftigt. In Syrien, so die Schlussfolgerung, gehört Mädchenbeschneidung nicht zu einer traditionellen Praxis. Dennoch gibt es Überlieferungen sowie inoffizielle Dokumente, aufgrund derer ein Vorkommen nicht definitiv ausgeschlossen werden kann.
Im zweiten Teil präsentierte eine Pflegefachperson aus Oxford die von ihr entwickelte App «Let’s talk FGM». Gesundheitsfachpersonen, die mit beschnittenen Frauen in Kontakt kommen, haben im Umgang oft Wissenslücken und sprachliche, emotionale oder kulturelle Barrieren. Mit einer entsprechenden App sollen sie unterstützt werden, Risikogruppen zu identifizieren, betroffene Frauen zu begleiten und adäquat zu pflegen. Die Inhalte dieser App wurden zusammen mit Vertreterinnen der betroffenen Gemeinschaften, Sozialarbeitern und Gesundheitsfachpersonen erarbeitet. Aufgrund der breiten Abstützung findet sie starken Anklang innerhalb einer grossen Adressatengruppe und wird sowohl von Betroffenen als auch von Fachpersonen als Instrument zur Beratung, Weiterbildung oder Diskussion eingesetzt.

Quelle: Medienmitteilung von Unicef Schweiz vom 4. April 2017

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Neues Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung

Im Auftrag des Bundes haben Terre des femmes Schweiz, Caritas Schweiz, das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte und Sexuelle Gesundheit Schweiz das Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz gegründet. Im Zentrum der vielfältigen Aktivitäten steht die Website www.maedchenbeschneidung.ch. Diese unterstützt zum einen von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) betroffene Frauen und Mädchen und sensibilisiert die Communities in verschiedenen Sprachen. Zum anderen vermittelt sie Fachpersonen die nötigen Informationen im Umgang mit FGM. Lanciert wird die Website am 16. Mai.

Nadine Brändli, Terre des femmes Schweiz

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Gesundheitsversorgung in Flüchtlingsunterkünften

Das Bundesamt für Gesundheit hat der Berner Fachhochschule, Disziplin Geburtshilfe, den Auftrag erteilt, in Flüchtlingszentren in der Schweiz eine Situationsanalyse durchzuführen, um herauszuarbeiten, wie heute die Gesundheitsversorgung von Schwangeren, Wöchnerinnen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften in der Schweiz gewährleistet wird (Refugee-Studie). Ein Augenmerk soll auf Versorgungslücken und Probleme (z. B. Koordination) gerichtet werden. Darauf basierend werden Empfehlungen für eine adäquate Betreuung und Versorgung dieser Zielgruppe formuliert. Die Empfehlungen sollen im kommenden Sommer in nationale Empfehlungen für die Neuausrichtung der allgemeinen Gesundheitsversorgung von Asylsuchenden einfliessen, die derzeit unter der Führung des Staatssekretariats für Migration und dem Bundesamt für Gesundheit erarbeitet werden.

Weitere Informationen bei Prof. Dr. habil. Eva Cignacco, Leiterin Forschungsabteilung Geburtshilfe, Berner Fachhochschule, eva.cignacco@bfh.ch

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Elektronisches Patientendossier

Der Bundesrat hat im März die Verordnungen zum Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPD) verabschiedet. Gesetz und Umsetzungsbestimmungen traten am 15. April in Kraft. Zur Frage, welche Folgen dies für die Leistungserbringer im Gesundheitswesen und insbesondere für die Hebammen hat, referierte Serge Bignens, seit 2014 Professor für Medizininformatik an der Berner Fachhochschule und Mitglied verschiedener multidisziplinärer Arbeitsgruppen im Zusammenhang mit eHealth, am 7. April nach der Präsidentinnenkonferenz in Bern.
Im EPD können alle medizinischen Daten abgelegt werden, die für die Behandlung einer Patientin oder eines Patienten wichtig sind. Die dazu berechtigten Gesundheitsfachpersonen können damit von überall her und zu jeder Zeit auf die Daten zugreifen. Dabei haben Datenschutz und Datensicherheit höchste Priorität. Die Eröffnung eines EPD ist für Patientinnen und Patienten freiwillig und bedingt eine digitale Identität.
Spitäler haben ab Mitte April drei Jahre Zeit, um das EPD einzuführen, Pflegeheime und Rehabilitationskliniken fünf Jahre – im ambulanten Bereich besteht keine Verpflichtung. Das Parlament erhoffe sich, dass die Patienten bei den Gesundheitsfachpersonen wie z. B. Hausärzten bezüglich EPD nachfragen und Marktdruck ausüben, so Serge Bignens.
Hebammen können sich wie alle anderen Leistungserbringer zu Gemeinschaften zusammenschliessen, die unter anderem die einzelnen Dokumente des EPD verwalten und deren Zugriffsrechte regeln. Das Gesetz zwingt die Gemeinschaften dazu, untereinander verknüpft zu sein, weshalb es für die Grundfunktionalitäten des EPD für Hebammen keine Rolle spielt, bei welcher Gemeinschaft sie angeschlossen sind. «eHealth Suisse und das Bundesamt für Gesundheit werden die Hebammen nicht spezifisch fragen, was diese brauchen – die Hebammen müssen selbst aktiv werden», verdeutlichte Serge Bignens. Deshalb empfiehlt er den Sektionen des Schweizerischen Hebammenverbandes, sich z. B. bei den Gesundheitsdepartementen zu erkundigen, bei welcher Gemeinschaft ihr Kanton mitmachen wird, und sich regionalen Pilotprojekten anzuschliessen.
Der SHV ist Mitglied in der Interprofessionellen Arbeitsgruppe Elektronisches Patientendossier, zusammen mit dem Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner, pharmaSuisse, Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) und anderen Berufsverbänden. Dieser politische Zusammenschluss hat sich laut Andrea Weber-Käser, Geschäftsführerin SHV, zum Ziel gesetzt, im Rahmen der Bundesvorgaben mögliche Inhalte des EPD zu definieren.

Miryam Azer

Mehr Infos: Details

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Sitzung des ZV: DV-Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Der Zentralvorstand (ZV) des Schweizerischen Hebammenverbandes (SHV) traf sich am 21. März zu einer Sitzung. Erstmalig dabei war Andrea Weber-Käser, die neue Geschäftsführerin des SHV. Der Stand der Tarifverhandlungen, insbesondere derjenige der Tarifstrukturverhandlungen und des Antrages für die Delegiertenversammlung (DV), «Strategie Tarifverhandlungen», waren ein weiteres Mal ein wichtiges Sitzungsthema. Ebenfalls diskutierte der ZV, wie der Stand der Reorganisation mit den Präsidentinnen besprochen und an der DV präsentiert werden soll. Weiter wurden die Rechnung 2016 und das Budget 2017 eingehend diskutiert, und der Finanzbericht sowie der Finanzplan 2017 bis 2019 wurden zu Kenntnis genommen. Die Vorbereitungen der Präsidentinnenkonferenz, der DV und der Konferenz der Leitenden Hebammen brauchten Zeit. Die überarbeitete «Guideline zu Screening und Beratung bei Zigaretten- und Alkoholkonsum vor, während und nach der Schwangerschaft» lag vor und konnte verabschiedet werden. Der ZV dankt den drei Mitgliedern der Expertengruppe, Yvonne Meyer-Leu, Katharina Tritten Schwarz und Sakari Lemola, für ihre Arbeit.

Barbara Stocker Kalberer, SHV-Präsidentin

Das gesamte Protokoll ist auf der Website zu finden unter www.hebamme.ch > Hebammen > Bereich für Mitglieder > Verband

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Film «Schwangerschaftskontrolle bei der Hebamme»

Die Sektion Zürich und Umgebung des Schweizerischen Hebammenverbandes hat vor zwei Jahren eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die das Ziel verfolgt, die Schwangerschaftsbetreuung durch die Hebamme bekannter zu machen. In diesem Zusammenhang ist jetzt auf Youtube der Film «Schwangerschaftskontrolle bei der Hebamme» erschienen. Bitte weiterverbreiten!

Mehr Infos: Film

SHV/FSSF, Miryam Azer