5. Mai: Internat. Hebammentag
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Aktuell

02.08.2017  Weltstillwoche: interdisziplinäre Fachtagung
27.06.2017  Neue Broschüre zum Thema Ernährung
27.06.2017  Hyperaktivität kann durch Stillen vorgebeugt werden
27.06.2017  Die natürlichste Geburt im Kantonsspital Aarau
27.06.2017  Neue Wendebroschüre zum Thema Stillen
27.06.2017  Ein Schnitt mit Widerspruch
27.06.2017  Weltstillwoche 2017: «Stillen geht uns alle an»
27.06.2017  Hebammenbetreuung bewährt sich – auch finanziell

 

Weltstillwoche: interdisziplinäre Fachtagung

Dieses Jahr widmet sich der fachliche Beitrag zur Weltstillwoche dem Thema «Transkulturelle Kompetenz». Die Interdisziplinäre Fachtagung findet am 31. August um 13.30 Uhr im UniversitätsSpital Zürich statt. Migration in der Schweiz, Familien in der Migration, Familiensysteme und transkulturelle Interaktion sind aktuelle Themen. Das Verständnis von kulturellen Unterschieden verbessern und damit verbundene Hürden abbauen möchte das mit dem Schweizerischen Roten Kreuz erarbeitete Programm. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung via Website von Stillförderung Schweiz erforderlich. An der Tagung wird ein Unkostenbeitrag von CHF 20.– erhoben.

Programm

Mehr Infos: Anmeldung

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Neue Broschüre zum Thema Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist eine wichtige Grundlage für die gesunde Entwicklung des Kindes bis ins Erwachsenenalter. Um Eltern bei Fragen rund um die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern zu unterstützen, hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachorganisationen die offiziellen Schweizer Empfehlungen zur Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern erarbeitet und Anfang Juni als Broschüre veröffentlicht. Die Inhalte basieren auf dem Bericht der Eidgenössischen Ernährungskommission «Ernährung in den ersten 1000 Lebenstagen – von pränatal bis zum 3. Geburtstag» (2015) und den Empfehlungen der Ernährungskommission der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie (2017).
Die Broschüre kann gratis in gedruckter Form beim Bund bestellt oder als PDF heruntergeladen werden. Sie ist in Deutsch, Französisch und Italienisch erhältlich. Eine Kurzversion in diversen Sprachen ist in Planung.

Mehr Infos: Broschüre bestellen oder herunterladen

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Hyperaktivität kann durch Stillen vorgebeugt werden

Wissenschaftler des University College Dublin werteten im Rahmen einer Studie Daten von etwa 8000 Familien aus, unter Einbezug von Berichten von Eltern, Lehrern und von regulären ärztlichen Untersuchungen über die Kinder. Diese Berichte berücksichtigten unter anderem Faktoren wie problematisches Verhalten, Vokabular und kognitive Fähigkeiten der Kinder zum Zeitpunkt des dritten und fünften Lebensjahres.
Die Ergebnisse der Untersuchungen legen nahe, dass Stillen Hyperaktivität vorbeugen kann. Von 13 untersuchten Faktoren war die Hyperaktivität der einzige, der einen deutlichen Unterschied zwischen gestillten und nicht gestillten Kindern im Alter von drei Jahren zeigte. In allen anderen Bereichen wiesen die Gruppen keine signifikanten Unterschiede auf. Die Studie kommt zum Schluss, dass Babys, die für mindestens sechs Monate gestillt wurden, seltener an Hyperaktivität leiden. Im Alter von fünf Jahren konnten jedoch keine Unterschiede mehr zwischen gestillten und nicht gestillten Kindern festgestellt werden.

Quelle: Infopost Stillförderung Schweiz, Juni 2017

Mehr Infos: Studie in Englisch

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Die natürlichste Geburt im Kantonsspital Aarau

Seit Mitte Mai verfügt das Kantonsspital Aarau über zwei Geburtsräume in einem freistehenden Haus auf dem Gelände. Hier betreuen drei freischaffende, auf Hausgeburten spezialisierte Hebammen Mütter bei der Niederkunft. Ein Pilotprojekt. Die Idee: Gebären wie zu Hause, ganz ohne medizinische Intervention – auch ohne Schmerzmittel –, aber in unmittelbarer Nähe zum Kantonsspital mit Frauenklinik und Kinderärzten. In dieser Form ein ganz neues Konzept.

Quelle: «Aargauer Zeitung» vom 30. Mai 2017

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Neue Wendebroschüre zum Thema Stillen

Die neue Doppelbroschüre möchte sowohl inhaltlich als auch in Form und Gestaltung die Zielgruppe der jungen Erwachsenen ansprechen. Zugleich wendet sie sich nicht nur an die werdende Mutter, sondern auch direkt an ihren Partner. Frauen finden neben allgemeinen Informationen rund um das Thema Stillen und Muttermilch Hinweise zu den vielfältigen Vorteilen des Stillens, zu verbreiteten Vorurteilen sowie zum Umgang mit potenziellen Stillhindernissen (z. B. Wiedereinstieg in die Erwerbsarbeit, Stillprobleme). Relevante Informationen für Männer finden sich, wenn man die Broschüre auf den Kopf stellt und von hinten aufblättert. Die Broschüre gibt es in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.
Bestellung für CHF 0.50 pro Exemplar unter contact@stillfoerderung.ch.

Mehr Infos: Download der Broschüre

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Ein Schnitt mit Widerspruch

Der Kaiserschnitt in gemächlichem Tempo nennt sich im Fachjargon «Kaisergeburt». 2008 hat der australische Gynäkologe Nick Fisk damit begonnen, trotz Operation ein «angenehmes Geburtserlebnis» zu bereiten. Er senkt das grüne Tuch, das Mutter und Operationsteam trennt, sobald er den Kopf des Kindes erspäht.
Kaiserschnitt und natürlich, kein Widerspruch? Doch, sagt René Hornung, Chefarzt der Frauenklinik am Kantonsspital St. Gallen und Vizepräsident der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. «Ein Kaiserschnitt ist und bleibt eine Operation mit Risiken. Mit der Kaisergeburt versucht man aus etwas Unnatürlichem etwas Natürliches zu machen. Das ist gutes Marketing, wir aber machen lieber gute Medizin.» Der Chefarzt wünscht sich nicht mehr Kaisergeburten. «Wir sollten versuchen, den Kaiserschnitt nur noch dort einzusetzen, wo es ihn medizinisch braucht. Das wäre ein wirklicher Schritt hin zu mehr Natürlichkeit.»
«Statt Menschlichkeit in die Technik zu bringen, um diesen Unsicherheiten zu begegnen, sollten wir die Frauen besser informieren und sie ermutigen, sich wieder eine Spontangeburt zuzutrauen», meint Bettina Gertsch, Präsidentin der Sektion Ostschweiz des Schweizerischen Hebammenverbands. Die steigende Kaiserschnittrate hat auch Auswirkungen aufs Handwerk: Ärzten fehlt die Routine für schwierigere natürliche Geburten wie bei Mehrlingen oder Kindern, die mit dem Kopf nach oben statt unten im Bauch liegen. «Ein verheerender Kreislauf. Mangelt es an Übung, ist der Kaiserschnitt als Geburtsform gesetzt», sagt Chefarzt René Hornung. Er betont, wie wichtig Weiterbildung ist.

Quelle: «St.Galler Tagblatt» vom 9. Mai 2017

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Weltstillwoche 2017: «Stillen geht uns alle an»

Für ein gutes Gedeihen der Kinder ist die ganze Gesellschaft gefordert. Diesem Grundsatz widmet sich die diesjährige Weltstillwoche, die vom 16. bis 23. September stattfindet. Unter dem Slogan «Stillen geht uns alle an» appellieren die Veranstalter in der Schweiz sowohl an Organisationen als auch an jede und jeden Einzelnen, zu einem stillfreundlichen Umfeld beizutragen.
In Anlehnung an den englischen Ausdruck «It takes a village to raise a child» (sinngemäss: Es braucht ein Dorf, um ein Kind grosszuziehen) will die Weltstillwoche 2017 daran erinnern, dass nicht nur die Eltern, sondern alle Teile der Gesellschaft für das Wohl der Kinder eine Mitverantwortung tragen. Mit dem Slogan «Stillen geht uns alle an» rufen die Veranstalter in der Schweiz Organisationen, Institutionen, Behörden und alle Einzelpersonen dazu auf, ihre spezifische Rolle bei der Gestaltung eines möglichst stillfreundlichen Umfelds wahrzunehmen.
Dabei wirken viele Faktoren und Akteure zusammen. Sowohl persönliche Einstellungen und Verhaltensweisen als auch Formen des Zusammenlebens und -arbeitens und der Freizeitgestaltung sowie gesetzliche Bestimmungen haben Einfluss auf das Umfeld von Müttern. Väter, Freundinnen und Freunde, Arbeitskolleginnen und -kollegen spielen ebenso eine Rolle wie Arbeitgeber, Vereine oder Behörden. Mit zahlreichen Veranstaltungen und weiteren Aktivitäten wollen die Veranstalter während der Weltstillwoche dieses Zusammenwirken ins Bewusstsein rufen und alle dazu aufrufen, ihren Teil beizutragen. Als Symbol werden Puzzles abgegeben.

Mehr Infos: Veranstaltung anmelden und Materialien bestellen

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Hebammenbetreuung bewährt sich – auch finanziell

Professionelle Hebammenbetreuung von Müttern und Neugeborenen zu Hause kann Gesundheitskosten senken. Dies zeigt eine Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts rund fünf Jahre nach der Lancierung von Familystart in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Familystart ermöglicht allen Familien mit Neugeborenen nach Spitalentlassung eine professionelle Betreuung zu Hause.
Obschon seit der Einführung von Familystart im Jahr 2012 mehr Familien Hebammennachsorge in Anspruch nahmen (80 gegenüber 72 Prozent vor der Einführung), stiegen die mütterlichen Kosten im ersten Halbjahr nach Einführung von Familystart nicht an. Dies konnte mit Daten der Krankenversicherung Helsana gezeigt werden. Bei den Neugeborenen sanken die Kosten im ersten Monat nach Spitalentlassung sogar um CHF 114.–. Die Resultate zeigen, dass eine solch koordinierte Betreuung durch qualifizierte nicht-ärztliche Fachpersonen Kosten senken kann.
Familystart beider Basel ist ein Netzwerk aus frei praktizierenden Hebammen, organisiert als Verein. Wegweisend für das Modell ist die vertragliche Zusammenarbeit mit Geburtskliniken, um die nachgeburtliche, spitalexterne Betreuung sicherzustellen. In Zürich startete 2015 das Folgeprojekt Familystart Zürich.

Quelle: Medienmitteilung des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts vom 30. Mai 2017

Mehr Infos: Studie publiziert im «International Journal of Integrated Care», April 2017

SHV/FSSF, Miryam Azer